Gründungsprotokoll

Protokoll der Gründungsversammlung des Schmudowabu-Club im Hotel Ochsen vom 7. Oktober 1989, 20:00 Uhr

 

Traktandenliste:

  1. Begrüssung
  2. Wahl des Tagespräsidenten
  3. Präsenzliste
  4. Bekanntgabe Zahl der Anwesenden
  5. Wahl von 2 Stimmenzählern
  6. Statuten
  7. Wahlen
  8. Festsetzen der Jahresbeiträge
  9. Anträge
10. Verschiedenes
     Schlusswort des Präsidenten

1. Begrüssung

Ernst Mühlemann begrüsste am 20.15 Uhr a11e Anwesenden zur Gründungsversammlung des Schmudowabu-CIubs. Schmudowabu steht für Schmutzten Donnerstag Wagenbauer. Er erläuterte kurz die Gründe die zur Gründung dieses Vereins geführt hatten

1. Junge  interessierte Wagenbauer fördern und später diese für die
    Bartligesellschaft nachzuziehen.

2. Anlaufstelle bei Problemen der Wagenbauer.

3. Zum Aufwand des Wagenbaus an die Bartligesellschaft einen Bei-
    trag leisten.


Ernst Mühlemann betonte, dass dieser Verein keine Konkurrenz zu den anderen Fasnachtsvereinen sein wolle.

2. Wahl des Tagespräsidenten

Daniel Zumbühl schlug der Versammlung Ernst Mühlemann als Tagespräsidenten vor. Ernst Mühlemann wurde einstimmig zum Tagespräsidenten gewählt.

3. Präsenzliste

Ernst Mühlemann verteilte die Präsenzliste und bat alle sich darin einzutragen.

4. Bekanntgabe der Zahl der Anwesenden

Nach einer kurzen Pause konnte Ernst Mühlemann bekanntgeben, dass sich 23 als Aktivmitglieder, 6 als Passivmitglieder und 4 Personen zur Information in die Präsenzliste eingetragen hatten, (im Vereinsbuch haben an der GV 35 Personen unterschrieben).

5. Wahl von 2 Stimmenzählern

Als Stimmenzähler wurden vorgeschlagen und auch gewählt: G. Meier und M. Betschart. Es wurde jedoch übersehen, dass G. Meier als Passivmitglied einge- tragen war und somit nicht stimmberechtigt war, für ihn wurde C. Mühlemann vorgeschlagen. Es wurde neu gewählt. Einstimmig als Stimmenzähler gewählt
wurden: Markus Betschart und Carlo Mühlemann.

6. Statuten

Allen Anwesenden wurde eine Ausführung der vom Vorstand vorbereiteten Statuten verteilt.

Der Tagespräsident Ernst Mühlemann las abschnittsweise aus den Statuten vor und fragte jeweils die Anwesenden nach Unklarheiten oder Änderungswünschen.

- Marcel Weber stellte den Antrag, das Budget jeweils in der Traktan-
  denliste der Generalversammlung aufzuführen.

- Dieser Antrag wurde angenommen, unter D Organisation, II General-
  versammlung wird unter Paragraf 17 neu Budget nach den Wahlen
  aufgeführt.

- Richard Mettler fragte, warum kein OK innerhalb der Bartligesell-
  schaft (grundsätzlich) und was sind Überschüsse aus Veranstaltun-
  gen (F Mittel 43 c), auch im Zusammenhang mit der Vereinigten
  FasnachtsgeselIschaft Brunnen (kurz:  Vereinigte).

- Ernst Mühlemann antworte ihm darauf, dass niemand Angst haben
  müsse, dass dieser Verein in die Vereinigte wolle. Die Veranstaltun-
  gen wären z.B. Schiltä-Nüüni-Märcht, Chilby oder eigene Anlässe.
  Der Club will eigenständig sein, besonders den Zusammenhang unter
  den Wagenbauern fördern und auch die 20% Gewinn (B Zweck, 2 c)
  an die Bartligesellschaft nur für den Wagenbauaufwand überweisen.
  In keiner Weise solle der Bartligesellschaft ihr Tag oder der Umzug
  weggenommen werden.

- Carlo Mühlemann erklärte Richi Mettler nochmals welche Gründe dazu
  geführt hatten: Einfluss der Wagenbauer stärken, eigenes Werkzeug
  besorgen, junge Leute nachziehen. Und unter der Bartligesellschaft,
  welche zu Unrecht auch als Herrenclub bezeichnet würde, wäre dies
  schlecht möglich, auch sei dieser Verein immer noch etwas überal-
  tert.

- Richi Mettler war noch nicht befriedigt und wollte auch wissen, was
  der Bartlirat dazu meine.

- Carlo Mühlemann als Bartlivorstandsmitglied konnte keine allgemei-
  ne Ablehnung feststellen; Josias Clavadetscher begrüsse die Initia-
  tive dieses Vereins. Leider habe der Bartilrat noch keine Sitzung ge-
  habt.

- Daniel Zumbühl unterstrich diese Aussage und auch Hansueli Hackl
  begrüsse dies.

- Richi Mettler war noch nicht befriedigt und wollte nochmals wissen,
  ob dies nicht auch unter der Bartligesellschaft gegangen wäre. Er
  würde ja auch nicht eine neue Nüsslergesellschaft gründen.

- Darauf fragte Daniel Zumbühl Richi Mettler ob die Nüssler denn auch
  unter Nachwuchsproblemen stünden.

- Orsina Isler meinte, die Initianten des neuen Clubs hätten keine
  Nerven zum Abwarten. Klar es müsse etwas geschehen, aber dies
  führe zu Problemen z. B, wo Wagenbauen usw.

- Manfred Ambühl sagte, er hoffe, dass dieser Verein niemandem
  in den Rücken falle.

- Heinz Bysäth als Vorstandsmitglied der BartligeselIschaft und
  Wagenbauer erklärte, dass er mit Carlo Mühlemann zusammen schon
  seit Jahren versucht hatte Nachwuchs zu finden. Er begrüsste den
  neuen Vorstoss dieses Clubs.

- Manfred Ambühl sagte, dass der Fall von der letzter Fasnacht (einige
  der Initianten des neuen Clubs hatten das z'Abig nach dem Umzug
  vergeblich in der Aula organisiert. Anmerkung des Protokollführers)
  auch beim Narrenrat (Vereinigte) zur Sprache gekommen war. Die
  Dachorganisation der Fasnacht sei die Vereinigte.

- Daniel Zumbühl sagte, das dies inzwischen erledigt sei Nächsten
  Schmutzigen Donnerstag sei das z'Abig im Kursaal.

Nach dieser teilweise heftigen Besprechung der Statuten wurde über diese abgestimmt. Mit dem Zusatz des Budgets, gemäss Antrag von Marcel Weber, wurden die Statuten in der den Anwesenden vorliegen- der Form ohne Gegenstimme angenommen.

7. Wahlen

Ernst Mühlemann schlug der Versammlung Dämel Zumbühl als Präsident für 2 Jahre vor. Von der Versammlung wurden keine weiteren Vorschläge vorgebracht. Daniel Zumbühl wurde ohne Gegenstimme zum 1. Präsidenten des Schmudowabu-Clubs gewählt. Daniel Zumbühl nahm die Wahl an und dankte der Versammlung für das Vertrauen, weiches sie ihm als zukünftigen Präsidenten schenke.

Er nahm seine erste Amtshandlung vor und schlug der Versammlung Maya Portmann als Vizepräsidentin für 1 Jahr vor: es wurden keine anderen Personen vorgeschlagen. Er erklärte der Versammlung, warum bei dieser ersten Wahl verschieden lange Amtsperioden gewählt wurden. Damit nicht der ganze Vorstand auf ein Datum ausgewechselt werden kann, Maya Portmann wurde ohne Gegenstimme gewählt. Sie nahm die Wahl dankend an.
 
Ebenfalls ohne Gegenstimme wurde Ernst Mühlemann als Kassier für 2 Jahre gewählt.

Für 1 Jahr wurde Ueli Bär als Aktuar ohne Gegenstimme gewählt. Als weiters Vorstandsmitglied wurde ohne Gegenstimme Bruno Märchy als 1, Beisitzer, Aktivitäten, gewählt.
Sämtliche Vorstandsmitglieder nahmen die Wahl an.

Die letzte Wahl des Abends betraf die Rechnungsrevisoren. Daniel Zumbühl schlug der Versammlung für zwei Jahre Markus Waldvogel und für ein Jahr Konrad Scherer als Rechnungsrevisor vor. Von der Versammlung wurden keine Personen vorgeschlagen. Ohne Gegenstimme wurden die Revisoren Markus Waldvogel und Konrad Scherer gewählt. Auch sie nahmen die Wahl dankend an.
Nach den Wahlen unterbrach Daniel Zumbühl die Gründungsversammlung kurz. Pause.

8. Festsetzung der Jahresbeiträge

Daniel Zumbühl schlug der Versammlung vor, den Beitrag für Aktivmitglieder auf Fr. 20.- und für Passivmitglieder auf mindestens Fr. 10.- festzusetzen.
Diese Beiträge könne sicher auch ein Stift aufbringen.

Heinz Bysäth schlug vor, auch den Passivbeitrag auf Fr, 20.- festzusetzen. Mit einer Gegenstimme wurde dieser Antrag angenommen.
Somit wurden die Aktiv- und Passivbeiträge von der Versammlung auf Fr. 20.- festgelegt.

9. Anträge

Es wurde den Initialen des Schmudowabu-CIubs keine schriftlichen Anträge zugestellt.

10. Verschiedenes

Daniel Mettler wollte sich versichern, dass die Mitglieder nicht zu weiteren Leistungen gezwungen werden können. Daniel Zumbühl erklärte, das Helfer wohl benötigt werden, dass er aber niemanden verpflichten könne.

Marcel Weber meinte, je grösser der Verein sei, desto grösser sei die Trägerschaft (Lastenverteilung) und er hoffe auf eine gute Zusammenarbeit mit der BartligeselIschaft. Carlo Mühlemann schlug der Versammlung vor, sich jeden 1, Freitag des Monats im Club-Lokal zu treffen. Einstimmig wurde dieser Vorschlag angenommen.

Daniel Zumbühl erklärte das Hotel Ochsen zum Club-Lokal.

Der 1. Beisitzer (Aktivitäten) Bruno Märchy teilte den Anwesenden mit, welche Aktivitäten geplant seien:

1. Wagenbau und Teilnahme am Schmutzigen Donnerstag
2. Chilby und Schiltä-Nüüni-Märcht
3. Skitag oder ähnliches
4. Vereinsausflug

Nach diesen Ausführungen von Bruno Märchy gab Daniel Zumbühl das Wort an Ernst Mühlemann, um die 1. Ehrung vorzunehmen.

Ernst Mühlemann erklärte kurz, wie sich der Vorstand zur 1. Ehrung durchgerun- gen hatte. Anlässlich von Höhenmessungen der Umzugsroute (Höhe der Hinder- nisse, z.B, Leitungen, Bäume und Brücke) wurde als erstes Mitglied Markus Betschart als Umzugs-Vermesser geehrt. Ernst Mühlemann überreichte Markus Betschart einen eingerahmten Ehrenmeter zur Erinnerung.

Schlusswort des Präsidenten

Zum Schluss der Gründungsversammlung dankte Daniel Zumbühl allen für ihr Aushalten. Dies sollte das Startzeichen für alle Wagenbauer sein, mitzuhelfen, dass wir jedes Jahr noch grössere und längere (und schönere) Wagen der Bartlifamilie und allen Zuschauern zeigen können. Er wünschte alten im Namen des Vorstandes eine schöne und lange Fasnacht 1990 und noch allen einen schönen Abend.

Der Präsident schloss die Gründungsversammlung des Schmudowabu-Clubs um 22.30 Uhr.


Der Protokollführer

Ueli Bär